Das grosse Quiz zum Digitalen Bauen: Kennen Sie sich aus mit VDC, IPD und BIM?

OMG! Abkürzungen und englische Fachbegriffe sind rund ums Digitale Bauen sehr oft anzutreffen. Höchste Zeit, zu testen, wie gut Sie sich damit auskennen – und noch ein paar «fun facts» dazuzulernen!

Frage 1

Beginnen wir ganz einfach: Wofür steht die Abkürzung BIM?

Richtig
Falsch
Frage 2

Was versteht man eigentlich unter BIM?

Richtig
Falsch
Frage 3

Und schliesslich noch: Seit wann gibt es den Begriff «BIM»?

Richtig
Falsch

Allerdings gibt es schon seit den 1970 Jahren (Building Description System) sowie den 1980er Jahren (Building Modeling) Vorläufer des Begriffes.

Frage 4

Wie finanzierte Gábor Bojár, der Vater von ArchiCAD 1982 die erste BIM-Software, die man auf einem PC benutzen konnte?

Pictured: Gábor Bojár, center, Photo courtesy GRAPHISOFT SE. www.graphisoft.com
Frage 5

Welches berühmte Bauwerk in Manhattan wurde mit Hilfe von BIM erstellt?

Richtig
Falsch
Frage 6

Was ist WYMIWYG im Zusammenhang mit Virtual Design and Construction (VDC)?

Richtig
Falsch

Es ist einer der Leitsätze von Dr. John Kunz, einem der Väter von Virtual Design and Construction der Stanford University. Damit meinte er was nicht modelliert werden kann, kann auch nicht gebaut werden.

Frage 7

Wie lautet die Projektabfolge bei einem VDC-Projekt?

Richtig
Falsch

Erklärung: Nein, das ist der herkömmliche Ablauf eines Bauprojekts: Nach der Frage, WAS geplant wird, die Frage nach dem WIE beantwortet, und erst nach der Submission ist bekannt, WER das projektierte Werk realisiert.

Neue integrierte Planungsmodelle kehren den Ansatz um. Nach der Beantwortung der Frage, WAS gebaut wird, werden zeitnah die ausführenden Unternehmungen (WER) bestimmt. Damit können die Erfahrungen der ausführenden Unternehmungen frühzeitig für die Entwicklung des Bauwerkes genutzt werden. Das digitale Gebäudemodell mit seinen qualitativen Beschrieben ermöglicht, die Submission durchzuführen, ohne die Frage nach dem WIE schon vollständig geklärt zu haben.

Der Bauablauf und die Termine (WANN) sind abhängig von den mit den ausführenden Unternehmungen (WER) entwickelten Lösungen (WIE). Termine festzulegen, ohne das WER und WIE geklärt zu haben führt zu Friktionen.

Frage 8

Welche Bauten stehen exemplarisch für den frühen Einsatz von IPD – Integrated Project Delivery (Integrierte Projektabwicklung)? 9 Bilder, 2 Treffer:

(mehrere Antworten möglich)

Frage 9

Zusammenarbeitsverträge liegen als wesentliches Merkmal einem IPD-Projekt zugrunde. Welches sind die wesentlichen Bestandteile solcher Verträge?

(mehrere Antworten möglich)

Frage 10

Welche Grundmerkmale sind in der IPD-Projektkultur enthalten?

Richtig
Falsch

Unter «no blame, no guilt» versteht man eine konstruktive Fehlerkultur, die ohne Schuldzuweisungen funktioniert. Projektbeteiligte sollen Ideen äussern und neue Ansätze ausprobieren, ohne beim Scheitern eine Strafe zu erwarten. Fehler werden dabei auch als Möglichkeit zum Lernen und zur Verbesserung verstanden. Der konstruktive Umgang und die offene Kommunikation von Fehlern fördern das frühzeitige Aufzeigen von Problemstellen und ermöglichen schnelles Reagieren. Das Suchen und Finden von andersartigen und neuen Lösungen zum Erreichen des gemeinsam definierten Ziels steht im Vordergrund.

Frage 11

Welche Projekte gelten als Ausgangspunkte für die Entwicklung von IPD in den USA?

Richtig
Falsch

In den 2000er-Jahren identifizierten das Unternehmen «Westbrook» und andere Bau- und Planungsunternehmen aus Florida grundlegende Probleme bei der Projektabwicklung. Sie entwickelten einen anderen Ansatz, den sie «Integrated Project Delivery» nannten. Ebenfalls Anfang der 2000er-Jahre suchte der kalifornische Krankenhausbetreiber «Sutter Health» nach neuen Projektabwicklungsmodellen und wird auf das Konzept «Lean Project Delivery» (LPD) aufmerksam.

Frage 12

Was fördert eine gute Zusammenarbeit in einem Projektteam?

(mehrere Antworten möglich)

Die strikte Trennung von Ausführungsplanung und Realisation verhindert das rechtzeitige Erarbeiten von geeigneten Lösungen. Ausführende Unternehmungen sind so früh als möglich in das Projektteam einzubinden. Deren Erfahrungen sind für die Planung eines Bauwerkes äusserst wertvoll. Das Einbinden von ausführenden Unternehmungen ist aber nicht mit der rollenden Planung zu verwechseln bei der noch während der Ausführung die dafür notwendigen Unterlagen erschaffen werden.

Das Silodenken ist eines der grossen Hindernisse. Das sollten wir in Zukunft vermeiden.

Bei Bauprojekten werden die Projektteams in den meisten Fällen ad hoc zusammengestellt. Die Entwicklung eines Teams erfolgt bestimmten Regeln. Daher ist auf die Teambildung sowie auf die weiteren zwischenmenschlichen Aspekte ein besonderes Augenmerk zu legen. Die angewandte Psychologie beschäftigt sich mit diesen Fragestellungen. Studierende des Ausbildungsmaster MSc FHNW VDC sowie Teilnehmende des Weiterbildungsmaster MAS Digitales Bauen bekommen die dafür notwendigen Kompetenzen vermittelt. Ob Sie wirklich auf einen Psychiater setzen wollen, oder lieber eine entsprechend ausgebildete Baufachperson einsetzen möchten, ist Ihnen überlassen.

Gemeinsam erarbeitete Ziele fördern das gemeinsame Verständnis für auf das Ziel abgestimmte Aktivitäten.

Die heutigen Verträge im Bauwesen basieren auf dem Grundsatz des Interessengegensatzes. Nach dem Abschluss der Verträge beginnen die Zentrifugalkräfte zu wirken: Der Auftraggeber möchte eine möglichst gute Leistung zu einem möglich geringen Preis, der Auftragnehmer hingegen versucht, im Vertrag Lücken zu finden, um eine möglichst hohe Entschädigung bei niedrigem Aufwand zu erhalten – eine unmögliche Situation. Neue Vertragsmodelle hingegen basieren auf dem Modell der Interessensgemeinschaft, bei der alle im gleichen Boot sitzen und in die gleiche Richtung rudern. Alle profitieren vom positiven Verhalten des Gegenübers.